Das Kirchenjahr
Mit Feuerwerk rund um den Erdball wird alljährlich am ersten Januar das neue Jahr begrüßt. Damit verbunden ist das Aufhängen eines neuen Kalenders. Dass sich nicht alles nach diesem Kalender richtet ist uns von der Schule her bekannt, denn das neue Schuljahr beginnt jeweils nach den Sommerferien. Auch das Jahr der Kirche hat seinen eigenen Rhythmus. Es beginnt am ersten Sonntag im Advent mit der Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist der Toten- oder Ewigkeitssonntag, auf den dann wieder ein erster Adventssonntag folgt.
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Jeder der Sonntage hat einen Namen und ist - was sich an der Textauswahl zeigt - auch ein besonderes Thema. Auch an der Farbe der Antependien (Altartücher) lässt sich der Charakter des Tages ersehen.
Während Weihnachten stets ab dem Vorabend des 25. Dezember gefeiert wird, ist der Termin des Osterfestes beweglich. Damit verbunden gibt es alljährlich unterschiedlich verschieden viele "Sonntage nach Epiphanias" vor Ostern und verschieden viele "Sonntage nach Trinitatis" nach Ostern. |
Das Kirchenjahr hat sich in den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung herausgebildet. Sein Höhepunkt ist Ostern, das Fest der Auferstehung von den Toten. Dies ist der Ursprung des christlichen Glaubens. Der römische Kaiser Konstantin hat im Jahr 321 den Sonntag, den Tag der Auferstehung, zum gesetzlichen Feiertag erhoben. Ausgehend von der jüdischen Tradition des Passafestes fällt Ostern auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Vierzig Tage nach Ostern wird der Tag der Himmelfahrt Christi begangen und fünfzig Tage nach Ostern das Pfingstfest.
Im 4. Jahrhundert bildete sich der Weihnachtsfestkreis heraus. Auf die vier Adventssonntage folgt als Mitte dieses Zeitabschnittes das Christfest, das Fest der Geburt Jesu. Oft in Vergessenheit gerät der Epiphaniastag (6. Januar), das Fest der Erscheinung des Herrn. Das Trinitatisfest (am Sonntag nach Pfingsten) ist das Fest des Dreieinigen Gottes: Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist.
Die Antependien der Friedenskirche
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Die Sonn- und Feiertage im Kirchenjahr
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Weihnachtsfestkreis |
Erster Sonntag im Advent
Zweiter Sonntag im Advent
Dritter Sonntag im Advent
Vierter Sonntag im Advent
Christfest (Weihnachten)
Erster Sonntag nach Weihnachten
Silvester
Neujahr
Zweiter Sonntag nach Weihnachten
Epiphanias
Sonntage nach Epiphanias (höchstens 6)
Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)
Sexagesimae (2. Sonntag vor der Passionszeit)
Estomihi (Sonntag vor der Passionszeit)
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Osterfestkreis |
Invokavit (1. Sonntag der Passionszeit)
Reminsizere (2. Sonntag der Passionszeit)
Okuli (3. Sonntag der Passionszeit)
Laetare (4. Sonntag der Passionszeit)
Judika (5. Sonntag der Passionszeit)
Palmarum (Palmsonntag, 6. Sonntag der Passionszeit)
Gründonnerstag
Karfreitag
Osterfest
Quasimodogeniti (1. Sonntag nach Ostern)
Misericordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)
Jubilate (3. Sonntag nach Ostern)
Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Rogate (5. Sonntag nach Ostern)
Christi Himmelfahrt
Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
Pfingstfest
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Festarme Hälfte des Kirchenjahres |
Trinitatis
Sonntage nach Trinitatis (bis zu 27)
Erntedankfest
Reformationstag
Buß- und Bettag
Toten- oder Ewigkeitssonntag ( = Letzter Sonntag nach Trinitatis)
In die Trinitatiszeit fallen verschiedene kleinere Kirchenfeste wie beispielsweise das Michaelisfest (29. September) auf das am folgenden Sonntag das Erntedankfest gefeiert wird sowie der Reformationstag (31. Oktober, an dem die Christenheit der durch Martin Luther angestoßenen Kirchenreform gedenkt). Der "Letzte Sonntag nach Trinitatis" ist der "Toten- oder Ewigkeitssonntag". An diesem Tag wird der Toten gedacht aber zugleich an die Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben bei Gott erinnert.